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Casinos: Bundesrat Erteilt Vier Spielbanken Die Online-Konzession - Schweizeraktien.Net


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Jänner endgültig seit 1. Verbände gegen Frankreich Appl. Dass Anti-Doping in Österreich verfassungsrechtliche Probleme aufwirft, hat einerseits mit den Grundrechten der Betroffenen zu tun, da es auch diesmal Modalitäten der Anlassfälle gibt, die zumindest diskussionswürdig sind.

Strafgerichte gehen mit den Personalia sensibler um, auch wenn das Verfahren öffentlich ist. Hier wären Änderungen angebracht. Das eigentliche Verfassungsproblem liegt aber in der Kompetenzverteilung begraben.

Sport ist weitgehend Landessache. Sportplätze, Fertigkeitsvermittlung in Skischulen, Bergführerei etc. Da aber die Länder weder in der Lage zu einer einheitlichen Regelung sind, noch ein neunfach verschiedenes Regime erwünscht wäre, finden sich in den Sportgesetzen unterschiedliche Beauftragungen der Nada, die nach einem Bundesgesetz agiert.

Die Nada ist verfassungsrechtlich betrachtet, ungeachtet ihrer Bezeichnung, als eine Behörde anzusehen, da sie hoheitlich handelt, auch wenn es sich um eine privatrechtlich fundierte Gesellschaft handelt sog.

Ein Ausweg aus der vermutlich bald einmal beim VfGH virulent werdenden Kompetenzfrage wäre, das allgemein anerkannte Ziel des fairen, dopingfreien Sports in der Bundesverfassung zu verankern und zugleich eine eigene Kompetenzgrundlage für das Antidoping-Bundesrecht zu verankern.

Samek vertrat. Zeiten stammende Strafgesetz enthielten, um vor Gericht Berichtigungen durchzusetzen oder Beleidigungen zu ahnden.

Aus heutiger Sicht erstaunt die Geduld, welche die Richter aufbrachten, wenn es um marginale Korrekturen von Parteien ging, die mit Tinte und Feder aufeinander losgingen.

Erste "fake news" In den Jahren wurde so manches Urteil zugunsten des "Fackel"-Autors gefällt, der Pönalzahlungen ebenso wie Vorlesungseinnahmen für gemeinnützige Zwecke, meist für die "Kinderfreunde", spendete.

Nachdem Kraus mit einem erfundenen Erdbebenbericht, den er der "Neuen Freien Presse" im Jahr unterjubelte, als Erfinder der fake news anzusehen ist, könnte man demnach sagen: "Alles schon dagewesen!

März laufenden Kraus-Ausstellung im Wiener Rathaus. Vom Herbst bis zum Tod des Autors im November hatte Samek hunderte Prozesse für seinen Mandanten geführt und die Schriftsätze sowie Urteile in blassroten Mappen gesammelt, die mit riesigen Lettern handschriftlich bezeichnet waren.

Als ich vor zwanzig Jahren auf den Spuren des Autors in das Hotel Thierfehd am Tödi reiste, in dem Kraus und seine Begleiterin auf ihrer Automobilfahrt einst abgestiegen waren, zeigte mir die Glarner Wirtin stolz den Gästebucheintrag der beiden.

Leider zerstritt sich Kraus, der die Schweizer Idylle genossen hatte, mit seiner Gönnerin, die nach einigen Erlebnissen mit dem "On-off-Partner" postum versuchte, seinem Werk zu dienen und zu diesem Zweck mit Dr.

Samek in New York Kontakt aufnahm. Ihre Initiative blieb aber ohne Erfolg, denn in den Fünfzigerjahren hatten bereits der literarische Nachlassverwalter Heinrich Fischer und die Kraus-Bekannte Helene Kann die allmählich wieder brennende "Fackel" in die Hand genommen, während der vom Autor zum Testamentsvollstrecker berufene Anwalt missmutig aus der Ferne zusah und ein Buch über seine Prozesse plante, das er nie vollendete.

Über Sameks Biografie und seine Lebensverhältnisse in Wien ist wenig bekannt. Aufschluss über Sameks geschäftliche Aktivität im "Fackel"-Verlag und das kleine Museum bringt ein Absatz in der Onlinedarstellung von kraus.

In Wien-Sechshaus Nach und nach konnte ich einige familiäre Umstände rekonstruieren, die für mich zudem persönliche Erinnerungen wachriefen, lebte Samek doch nur fünf Minuten entfernt von der Adresse meiner Vorfahren im Wiener Viertel Sechshaus, wo er in der Papierhandlung einer gewissen Marie Strejcek seinen Schreibbedarf deckte.

Das Haus in der Reindorfgasse 18 hat ausreichend hohe Portale, um dies glaubhaft wirken zu lassen. Dass Jonas M. Samek beide Töchter Hilda und Irma frühzeitig verlor, eine durch Unfall und eine durch Krankheit, und dass seine Gattin vor ihm verstarb, lässt sich ebenfalls belegen und spricht für eine familiäre Tragödie.

Als "Hiob" Samek selbst im Jahr das Zeitliche segnete und nach jüdischem Brauch binnen zwei Tagen beerdigt wurde, leistete der von ihm zeitweise präsidierte Verein gute Dienste.

Laut den Forschungen zum "Turnertempel", der für das Sechshauser Viertel zuständig war und bis eine eigene Kultusgemeinde beherbergte, verfügte der zwangsweise aufgelöste Verein über einen eigenen Bestattungswagen und die notwendigen rituellen Gegenstände.

Nach dem Tod des Vaters übersiedelte Oskar Samek mit seiner Kanzlei in das elterliche Wohnhaus, wo auch er zeit seines Wien-Aufenthalts gemeldet war, und nutzte den freien Platz für das schon erwähnte Kraus-Museum.

Späte Heirat Samek war verheiratet, wobei der genaue Hochzeitstermin unklar ist. Sie hatte bereits eine Familie im Sechshauser Viertel gegründet, aus der eine Tochter namens Eva hervorgegangen war.

Frau Ilona war um noch mit Herrn Oskar Seiler verheiratet, woraus geschlossen werden darf, dass Samek eher ein "Spätstarter" war, vermutlich weil er als junger Anwalt in den Akten unterging.

Aus welchen Gründen immer die brasilianischen Visa erhalten blieben, ist unbekannt, aber sie zeigen, dass die zwischenzeitig mit einem Herrn Monschein verehelichte, in Wien geborene Eva Seiler ihren leiblichen Vater in Brasilien besuchen wollte, wozu ein Visum erforderlich war.

Gerhard Strejcek T. Boyle über Timothy Leary Wiener Zeitung, Wer auf einem Trip ist, vermeint Farben schmecken zu können und sieht in trauter Freundesrunde plötzlich wie im Prater-Zerrspiegel Hexengesichter und Clowns.

In gemeinsamen Sitzungen unter Leitung erfahrener "Führer" sollten sich für Studierende die Türen zu einer neuen Bewusstseinsebene öffnen. Selbstdokumentationen und analytische Arbeiten sollten folgen, um "Überbau" und Rechtfertigung zu liefern.

Die Rechnung ging aber nicht auf. Genau recherchiert Statt wissenschaftlichen Fortschritt zu generieren, wurde LSD dem damals herrschenden Zeitgeist geopfert, der sich störrisch von den Vorgaben der Elterngeneration abwandte.

Viele junge Menschen der 60er Jahre begehrten gegen eine materialisierte Gesellschaft und die Kriegsabenteuer in Indochina auf.

Ein weiterer Thomas, nämlich der Autor Thomas De Quincey, beschrieb die frühen Versuche, Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit durch halluzinogene Substanzen zu weiten.

Zu dieser Zeit pumpten sich deutsche und amerikanische Jägerpiloten bereits mit Metamphetaminen voll, die ihre Empathiefähigkeit senkten und gefährliche Kampfmaschinen aus ihnen machten.

Diese neuen, synthetischen Drogen hatten den sedierenden Opiaten und dem uralten Edelhanf einiges voraus, weil sie die sensorische Aufnahmefähigkeit kurzfristig steigerten und angeblich körperlich nicht süchtig machten.

Der Autor nennt die an wie Rädchen funktionierende Gesellschaftsmitglieder ausgegebene Gleichgültigkeits- und Belohnungsdroge "Soma". In der "schönen neuen Welt", die Huxley als wenig erstrebenswerte Utopie zeichnet, müssen Gefühle durch Drogen kanalisiert werden.

Nach "Soma" wurde im Übrigen sogar eine Limonade benannt, und auch "Coke" oder "Sprite" wecken ganz bewusst Assoziationen zu Kokain und drogenbedingten Highs.

Während John F. Kennedy am So beschreibt es T. Boyle, und dieser Autor recherchiert bekanntlich genau, ehe er sich an die Tastatur setzt.

Der jährige Wahlkalifornier widmet sich in "Das Licht" in gewohnter Weise dem Umgang mit der stärksten psychoaktiven Substanz des Historisch korrekt startet das erste Kapitel in der Schweiz mitten im Zweiten Weltkrieg.

In den 40er Jahren ging es nicht um psychologische Experimente, wie sie in "Tommy" und in Boyles Roman eine Rolle spielen, sondern um ein pharmakologisches Experiment, das der Firma Sandoz Geld in die Kassen spülen sollte.

Statt für gemeinsame Sessionen mit Selbsterfahrungstrips sollte das im Zweiten Weltkrieg in einem Baselbieter Labor entwickelte LSD, von dem eine Dosis von rund zwanzig Mikrogramm genügt, um die Sinne entgleisen zu lassen, als enthemmende Psycho-Droge und somit auch als Heilmittel für bestimmte Geisteskrankheiten dienen.

Tatsächlich aber zeigte sich bald, dass LSD brandgefährlich ist und schizophrene Leiden oder einen anhaltenden "Horrortrip" auslösen kann. Diese Wirkung hat in unsere Alltagssprache Eingang gefunden.

Dieser entwickelte sich in Harvard zu einem Guru, der gemeinsam mit Richard Alpert zahlreiche Jünger um sich scharte.

Er veranstaltete problematische, da medizinisch nicht begleitete Experimente mit der zunächst frei erhältlichen Substanz.

Für die älteren Kollegen waren das reine Drogenparties, nicht ernstzunehmende Sessionen eines Wissenschafters. Leary lud Doktoranden in seinen privaten Kreis im Haus eines sich auf Sabbatical befindlichen Völkerrechtsexperten ein.

Nicht zufällig erinnert die Wortwahl Boyles an einen früheren Roman, der auf Englisch "The Inner Circle" betitelt war und sich Alfred Kinsey und seinen Aufklärungsfilmen und -treffen widmete.

Boyle öffnet die Büchse der Pandora ein zweites Mal, denn auch Leary nutzt die Enthemmung seiner Probandinnen zum sexuellen Missbrauch, wozu die Anmietung eines Hotels an der mexikanischen Pazifikküste beste Dienste leistet.

Doch im zweiten Sommer endet dieses fragwürdige Idyll, die örtlichen Behörden weisen die "Wissenschafter"-Kommune aus. Der meisterhafte Romancier versteht es auch diesmal, einen Handlungsstrang in den Roman zu bringen, der so überzeugend wirkt, dass man das Buch in der Tat verschlingt.

Daher stört es nicht weiter, dass sich die Motive ähneln, und nicht nur Alfred Kinsey, sondern auch Timothy Leary einen Kreis um sich schart, in dem er die Hauptrolle spielt.

Auch hier wird ein nichts ahnendes Paar noch dazu mit Kind missbraucht, ehe es der Kleinfamilie gelingt, sich aus den Fängen der Leary-Kommune zu befreien.

Mit der geplanten Dissertation des motivierten Doktoratsstudenten Fitz wird es allerdings nichts. Somit opfert er die wissenschaftliche Karriere dem Guru, während er seine physische und mentale Gesundheit mit Ach und Krach aufrechterhalten kann.

Boyle zeigt die lebensgefährliche Nonchalance im Umgang mit den psychoaktiven Substanzen auf: Leary und seine Kollegen ignorieren die Rezeptpflicht, verzichten auf medizinische Begleitung und geraten an den Rand der ethischen Codes der renommierten Wissenschaftsschmiede in Cambridge, Massachusetts.

Vor allem aber bleiben die menschlichen Grundbedürfnisse und sozialen Muster bestehen, auf Euphorie folgt der Katzenjammer. LSD motivierte viele Künstler, Transzendenzerfahrungen zu beschreiben oder zu besingen.

Anspielungen auf Designerdrogen gab es in den 60er und 70er Jahren reichlich. Selbst wohnzimmertaugliche Bands wie die Beatles und die Rolling Stones tauchten in das Milieu psychoaktiver Substanzen ein.

Hingegen war von Anfang an klar, dass Pink Floyds Mastermind Syd Barrett nicht nur Wortspiele betrieb, sondern die psychedelische Wirkung der Musik durch die Schöpfung farbenreicher Soundkaskaden förderte.

Erinnert sei vielmehr an Goethes Worte, die der experimentierfreudige Olympier in seiner Sterbestunde gehaucht haben soll: "Mehr Licht!

Information: T. Boyle Das Licht Roman. Aus dem Englischen von Dirk Gunsteren. Hanser, München , Seiten Informationen einklappen weitere Informationen Holpernd in die Republik.

Die Autorin und Politikerin wurde vor Jahren ins Parlament gewählt. Porträt einer Frauenrechtlerin.

Februar fanden die Wahlen in die konstituierende Nationalversammlung statt. Für Adelheid Popp, geborene Dworak, gab es doppelten Grund zu feiern, denn einerseits wurde sie als Abgeordnete gewählt, andererseits lag ihr fünfzigster Geburtstag keine Woche zurück.

Als Tochter eines Webers kam sie im damals niederösterreichischen Vorort Inzersdorf am Februar zur Welt. Als Autorin wagte sie sich an zahlreiche frauenpolitische Themen wie Partnerwahl, Geburtenkontrolle und die Überwindung veralteter Moralvorstellungen heran.

Ihr politischer Aufstieg erfolgte nicht zufällig zu einem Zeitpunkt, als sich die Verhältnisse am Kontinent schlagartig änderten. Frauen hatten kriegsbedingt in klassischen Männerberufen gearbeitet, nach dem Waffenstillstand brachten sie Opfer für das Überleben trotz Hunger und Grippeepidemie.

Der hohe Blutzoll des Kriegs und die anhaltende Gefangenschaft wirkten sich auf die Bevölkerung aus, die mehrheitlich weiblich war.

In den politischen Lagern entstand bald Einigkeit darüber, das Frauenwahlrecht angesichts eines demokratischen Neubeginns zu verankern.

Obwohl sie in den Wählerlisten die Mehrheit stellten, erreichten die gewählten Mandatarinnen eine Repräsentation von weniger als fünf Prozent.

Dennoch empfanden die Politikerinnen dies als Erfolg, denn immerhin hatte es erstmals auf Frauen zugeschnittene Wahlkämpfe gegeben.

Aber nicht bei allen Wählerinnen kam die emanzipatorische Botschaft an, in den 20er Jahren wählten die Frauen mehrheitlich christlich-sozial.

Zahlreiche Personen waren vom Wahlrecht ausgeschlossen, darunter auch Frauen, die in Arbeitshäuser "abgegeben" worden waren oder unter sittenpolizeilicher Überwachung standen.

Die letztgenannte Regelung nahm nicht nur Prostituierten das Wahlrecht. Heutzutage sind nur mehr Personen, die für bestimmte Delikte bestraft werden, ausgeschlossen, wenn das Strafgericht dies ausdrücklich anordnet.

Daher ist das heutige Wahlrecht um vieles "allgemeiner" als jenes vom Februar Das gilt auch für den Aspekt der Wahlmündigkeit und den viel weiter gezogenen Kreis des "Bundesvolks" seit einer Reform aus Dies wirkt sich besonders bei Wahlen oder Abstimmungen aus, welche spät im Jahr angesetzt werden.

Hingegen führt eine fixer Stichtag am Jahresbeginn zu Ungleichheiten. Dass für die ersten Wahlen zur Nationalversammlung der Neujahrstag gesetzlich festgeschrieben worden war, brachte eine Härte für Jungwähler mit sich.

Scholtze , die am März auf die Welt gekommen war, durfte als fast Zwanzigjährige an der Februar-Wahl noch nicht teilnehmen. Jänner zu den Urnen.

Ein weiterer Rückschlag in Wien wurde durch den Verlust der böhmischen, Südtiroler und südsteirischen Gebiete verzeichnet.

Von den geplanten Sitzen konnten nur Abgeordnete in die konstituierende Nationalversammlung gewählt werden, elf weitere wurden hingegen "einberufen".

Nach dem Staatsvertrag von Saint-Germain mussten die drei kooptierten Südtiroler die Nationalversammlung zwar im September verlassen, konnten aber später für die römische Abgeordnetenkammer kandidieren.

Der Abschied verlief tränenreich, auch die Sozialdemokraten, darunter der Südtirolkenner Otto Bauer, gelobten den Kollegen südlich des Brenners Unterstützung und Treue für deren ungewisse Zukunft.

Adelheid Popp wurde die Berufung in das Parlament keineswegs in die Wiege gelegt. Die Arbeiterschriftstellerin, die den böhmischen Herkunftsort ihres Vaters nicht kannte und kein Tschechisch sprach, wurde in eine bitterarme Familie geboren.

Die Familie, die in einem Elendsquartier an den Südhängen des Wienerbergs hauste, erkannte bald, dass die Tochter Adelheid ungewöhnlich intelligent und für das Lesen und Schreiben begabt war.

Da viele Proletarier um noch Analphabeten waren, las sie ihren Eltern wichtige Schriftstücke vor und fungierte auch als Vorleserin für Familienangehörige und die nach dem frühen Tod des Vaters aufgenommenen "Bettgeher", welchen ihre Mutter um ein geringes Entgelt ein Dach über dem Kopf bot.

Adelheid Popp schilderte später, dass sie selbst von körperlicher Arbeit ermattet war und viel lieber eine seichte Einschlaflektüre genossen hätte, statt stundenlang zum Gaudium der Mitbewohner vorzutragen, aber sie fügte sich und errang so eine enorme Belesenheit, die ihre spätere Karriere förderte.

Ihre Kindheit und Jugend in der Inzersdorfer Arbeitersiedlung verlief alles andere als idyllisch. Alkohol und häusliche Gewalt verstörten das Mädchen, das trotz seiner Lernerfolge in der Volksschule zu einem frühen Schulabbruch gezwungen und zu Bittgängen bei adeligen Frauen genötigt wurde.

Popp schildert, wie sie in einem der feudalen Räume einer Mäzenin ganz verwundert ihr eigenes Abbild erblickte, da es zu Hause keinen einzigen Spiegel gab.

Später musste sie als Bronzearbeiterin ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und landete frühzeitig in einer Krankenanstalt und in einem Pflegeheim, wo sie als Sechzehnjährige nicht lange bleiben durfte.

Belästigungen durch einen "Reisenden" brachten sie um den Arbeitsplatz; Willkür und ausgedehnte Arbeitszeiten standen auf der Tagesordnung und motivierten die Abgeordnete später, bereits in den ersten Monaten ihrer Tätigkeit den Achtstundentag für Arbeiterinnen und Arbeiter durchzusetzen.

Wir wissen über die Umstände von Popps Kindheit deshalb Bescheid, weil die Frauenrechtlerin bereits um eine Autobiographie unter dem Titel "Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin, von ihr selbst erzählt" verfasste und im Berliner Verlag Reinhardt veröffentlichte.

Der prominente deutsche Sozialist August Bebel schrieb das Vorwort zu ihrem Buch, das später unter dem Titel "Kindheit einer Arbeiterin" beim Verlag Dietz erschien und bis zahlreiche Neuauflagen erreichte.

Der stets elegant auftretende Linke Bebel starb am August im Schweizer Ort Passugg bei Chur. Mit dem Einzug in die konstituierende Nationalversammlung, deren Mitglieder sich am 4.

März zu einer feierlichen Eröffnungssitzung einfanden, bei der Karl Seitz zum Präsidenten gewählt wurde, erreichte Adelheid Popp einen vorläufigen Höhepunkt ihrer politischen Karriere.

Zeitgenössische Fotos zeigen die fixen Bänke im alten Reichsratssitzungssaal, auf denen nun erstmals Frauen Platz nahmen, die - der Würde des Baus gerecht werdend - durchaus elegant in wallenden Kleidern und mit dezentem Schmuck auftraten.

Auch die Herren Abgeordneten benahmen sich würdevoller als heute: Rote oder mittelblaue Strümpfe unter Anzugshosen waren ebenso verpönt wie Jeans, kurze Hosen oder Sportschuhe.

Die Gründer der Ersten Republik verzichteten auch aufs Zeitungslesen. Technische Hilfsgegenstände wie die heute unentbehrlichen Smartphones, auf denen Mandatare ihre Tweets verfassen oder TV-Sendungen streamen, waren noch nicht erfunden.

In rascher Abfolge beschlossen die Abgeordneten zahlreiche Sozialgesetze, die Umwandlung der Exportakademie in eine Hochschule für Welthandel, sie stimmten über den Staatsvertrag von Saint-Germain ab und einigten sich auf die Einrichtung von Arbeiterkammern.

An all diesen Gesetzesbeschlüssen wirkte die emanzipierte und stets fröhlich-motivierte Adelheid Popp mit, die noch eineinhalb Jahrzehnte politisch tätig war, ehe sie am 7.

März verstarb. Sie ist in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof begraben und dank zweier Gedenkorte in Wien in Erinnerung.

Und in Wien-Donaustadt erinnert eine Gasse an sie, in der sich, als eine Art Treppenwitz der Geschichte, der Wohnpark "Oase 22" befindet, dessen Anliegen laut Homepage des Bauträgers die "Verminderung von Freizeitstress" ist, ein Gemütszustand, welcher Adelheid Popp vermutlich unbekannt war.

Literatur: Adelheid Popp: Kindheit einer Arbeiterin. Dietz Nachf. August Bebel: Die Frau und der Sozialismus. Der Ursprung der österreichischen Arbeiterbewegung.

Adelheid Popp Projektarbeit Zum Am Samstag, Jänner , fand sich eine illustre Trauergemeinde am Wiener Zentralfriedhof ein.

Statt sich in Sentimentalitäten und Reminiszenzen zu ergehen, drohte der "Fackel"-Herausgeber den Kritikern des Verblichenen: Wehe allen, die ihn künftig missverstehen sollten!

Schon diese Episode gibt zu denken, denn als sie der Autor bei der Familie Lercher traf, lagen Bertas Lenze deutlich unter der Schutzaltergrenze.

Im Kaffeehaus verbrachte der Autor einen Gutteil seines Lebens. Die Lektüre vermittelt Semmeringluft und Parfüm-düfte, die ihren olfaktorischen Reiz zwischen den Zeilen versprühen.

Und stets, ja notorisch, hob Altenberg das "Ewig-Weibliche" hinan. Er erging sich, wie Roda Roda und später Eugen Gomringer, als ein "admirador" und verfiel dabei in wehmütig-ironische Reflexionen.

Ein "Drahrer", der von gierigen Bar-Hyänen ausgenützt wurde, der aber auch als Schnorrer seinen Lebensunterhalt fristete und geraume Zeit dank dem väterlichen Erbe ein arbeitsfreies Dasein führte.

Hypernervös und sensibel, entzog sich Altenberg bürgerlichen Konventionen und dem Gebot, seinen Lebensunterhalt durch Arbeit selbst zu finanzieren.

Sie erwähnt auch Thomas Manns Würdigung aus dem Jahr "Dieser Dichter war zweifellos ein Finder einer sehr glücklichen Form, deren Leichtigkeit übrigens Illusion, deren Dienst nicht weniger anspruchsvoll sein wollte, als irgendein anderer.

Vor allem seine Schwester Grete, eine Single-Frau und Bergsportlerin, die ausgesetzte Kletterwände auf der Rax bewältigte und ihn "verstand", hielt er in Ehren: ihr Foto stand im Grabenhotel auf seinem Nachttisch.

Wenn das ideelle Erbe Altenbergs heute nicht ungetrübt erscheint, dann wegen seiner unklaren und womöglich grenzüberschreitenden sexuellen Neigung.

In bibliophilen Text-Sammlungen wie dem "Wiener Nachtleben", die Burkhard Spinnen herausgibt, klingt das eher harmlos. Schon in "Wie ich es sehe" verteidigte PA englische Tänzerinnen, die "nicht viel können" und korrespondierte mit einer von ihnen, die nach Rom weiterreiste.

Das indizierte auch angewandte Pädophilie und trug ihm seitens des viel zu früh verstorbenen Literaturexperten Richard Reichensperger "Alkohol und kleine Mädchen", "Standard", Obwohl es biografische Anhaltspunkte für sexuellen Missbrauch gibt, scheint dieser Ausdruck ohne Beweise doch problematisch.

Artmann, "Kindafazara" , und einem leicht devianten "Literaten-Onkel", der neben einer Schülerin artig auf einer Parkbank sitzt und zu Hause, an heutigen Standards gemessen, legale und erträgliche Fotos konsumiert.

Unbehagen über das Nicht-so-genau-Bekannte breitet sich dennoch aus, wie ein leise kriechender Schmerz. Im Spiegelbild von Bekannten und deren Aufzeichnungen finden sich Anerkennung und Huldigung, aber nicht jene Verachtung, welche ein "Schänder" verdient hätte.

So bleibt vieles im Dunklen, Interpretationsspielräume öffnen sich, das Bild des Autors wirkt ambivalent. Schnitzler bezeichnete nämlich die Zukunft des jungen Staates Deutschösterreich als jene eines "Reichs der Künstler und Kellner".

Wer sogar in Unterschleife des Personals einbezogen wird, hat es als "barfly" geschafft, wie anzumerken ist. Polgar-Nachruf Schnitzler imponierte dieses Insidertum wenig.

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Ein billiger Spott, wie Schnitzler meinte, der Polgar zwar als Kritiker anerkannte, aber wegen seiner Abfällig- und Bösartigkeit hasste.

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